Zurück zur Listenansicht

29.01.2021

Nie wieder Holocaust

Stilles Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Stilles Gedenken SB (7)
© Stadt Ludwigslust

Seit 1996 wird der 27. Januar als Tag des Gedenkens der Opfer des Nationalsozialismus begangen. 2005 erklärten die Vereinten Nationen diesen Tag zugleich zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Im Jahre 1945 wurde am 27. Januar das KZ Auschwitz durch die Soldaten der Roten Armee befreit. Das ist jetzt lange her, eine Erinnerung an die Gräueltaten des nationalsozialistischen Systems ist aber dringender denn je.

In den vergangenen Jahren hatten der Verein Mahn- und Gedenkstätten im Landkreis Ludwigslust – Parchim e.V. und sein Beirat aus diesem Anlass Gedenkveranstaltungen organisiert; Zeitzeugen, Bürger und Schüler trafen sich zum gemeinsamen Gedenken an der Gedenkstätte am Bassin; Kommunalpolitiker und Zeitzeugen erinnerten in ihren Reden an die Zeit der faschistischen Gräueltaten.

All das gab es in diesem Jahr nicht. Ein Treffen so vieler Menschen an einem zentralen Ort wurde durch die Corona-Pandemie unmöglich. Und doch soll dieser Gedenktag nicht in Vergessenheit geraten. So ehrten Bürgermeister Reinhard Mach und sein Stellvertreter Jürgen Rades die Toten mit einem Blumengesteck. Unabhängig voneinander gedachten auch Vertreter der CDU-Fraktion, der Fraktionen der SPD und der Linken mit einem “Stillen Gedenken“ der Menschen, die im nur wenige Kilometer von Ludwigslust entfernten KZ Wöbbelin 1945 den Tod fanden. Auf Befehl der amerikanischen Besatzungsmacht wurden etwa 200 von ihnen als ewige Mahnung direkt auf der barocken Achse zwischen Schloss und Stadtkirche beigesetzt.