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19.07.2018

Querung Schloßstraße

Übergabe Querung Schloßstraße (7)
© Stadt Ludwigslust

Als Herzog Friedrich der Fromme Ende des 18. Jahrhunderts die Schloßstraße bauen ließ, war das Wort Barrierefreiheit wahrscheinlich noch nicht einmal erfunden. Eine breite Prachtstraße sollte sie sein – zum Promenieren, zum Vorzeigen. Und das ist sie bis heute.

Heute aber gibt es nicht nur das Wort Barrierefreiheit, es gibt es auch Menschen, die sich dafür einsetzen, dass dieses Wort mit Leben erfüllt wird. Den Seniorenbeirat der Stadt zum Beispiel. Für die Mitglieder des Beirates war es schon lange eine nicht hinzunehmende Situation, dass z. B. Rollstuhlfahrer, Muttis mit Kinderwagen, Radfahrer oder gehbehinderte Menschen große Schwierigkeiten beim Überqueren des denkmalgeschützten Kopfsteinpflasters der Schloßstraße haben. 2015 haben sie begonnen, sich für eine barrierefreie Querungen in der Schloßstraße einzusetzen.

Ein Jahr später wurde durch die Stadt Ludwigslust bei der Leader Aktionsgruppe ein Konzept zur Barrierefreiheit eingereicht. Das Konzept überzeugte und im Jahr 2017 folgte der Zuwendungsbescheid.

Am 17. Juli 2018 nun erfolgte die offizielle Übergabe der insgesamt fünf Querungen über die Schloßstraße. Die Mitglieder des Seniorenbeirates, Vertreter der Lokalen Aktionsgruppe und des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt, Bauleute und Planer sowie Mitarbeiter der Verwaltung waren zum Lokaltermin gekommen.

Bürgermeister Reinhard Mach freute sich insbesondere, dass „… der Auftrag in der Region geblieben ist.“ Die Göhlener Baufirma Lüth hat eine sehr gute Arbeit abgeliefert. Eine Anwohnerin, die mit ihrem Rollator in den vergangenen Tagen schon des Öfteren die barrierefreie Schloßstraßen-Querung nutzte, äußerte sich zum Ergebnis der Arbeiten in der dem Mecklenburger nachgesagten Kürze: „Das passt schon.“

Reinhard Mach nutzte den Termin, um den Anwesenden auch noch den 2. Teil des Konzeptes vorzustellen. Dieser beinhaltet die viel und lange diskutierte barrierefreie Querung der Schloßbrücke, die vor einigen Wochen endlich von der Stadtvertretung beschlossen wurde.

Damit soll keine Konkurrenz zur Schloßbrücke aufgebaut werden. Ziel ist es vielmehr, die schwächsten Verkehrsteilnehmer von der Schloßbrücke zu nehmen und eine seitliche daneben liegende Alternative zu bieten.

Nun liegen die ersten Entwürfe vor. Entsprechend der denkmalpflegerischen Zielsetzung sind diese erarbeitet worden.

Es wird jetzt Aufgabe der Stadtvertretung, jeden der insgesamt Entwürfe genau zu betrachten, zu diskutieren, Vor- und Nachteile gegeneinander abzuwägen und sich dann für eine Variante zu entscheiden. Die Fertigstellung der „Brücke neben der Brücke“ ist dann für das nächste Jahr geplant. Sylvia Wegener, Büro des Bürgermeisters, 18.07.2018