Zurück zur Listenansicht

23.09.2019

REK A 14

REK A14 Klausurtagung1
Regine Schröder (Mitte) zeichnet den bisherigen Entwicklungsweg des Städteverbundes © Stadt Ludwigslust, SW

„Das ist echte Pilotarbeit, was Sie hier leisten“, so Regina Schröder von der CIMA, der Beratung + Management GmbH. Etwa 2013/2014 wurden mit Hilfe der CIMA die Grundlagen gelegt, dass sich drei Städte Neustadt-Glewe, Grabow und Ludwigslust sich auf ein gemeinsames „Regionales Entwicklungskonzept A 14“ verständigten. Mit Hilfe dieses Konzeptes sollen die Potentiale, die sich der Region durch die Anbindung an die Autobahn A14 bieten, klar herausgearbeitet und gemeinsam zum Wohl aller drei Städte weiter entwickelt werden. Was als REK A14 begann, ist heute ein leistungsfähiger Städteverbund.

Am 17. September trafen sich Stadtvertreter der drei beteiligten Städte zu einer Klausurtagung im Grabower Reuterhaus, in deren Verlauf Regina Schröder die Anwesenden über den bisherigen Entwicklungsprozess informierte. Gerade für die neu in den Stadtparlamenten tätigen Stadtvertreter war dieser Termin eine gute Gelegenheit, sich über das bisher geleistete zu informieren.

Mit Beginn der gemeinsamen Arbeit hatten sich die Partner auf die drei Themenschwerpunkte Tourismus, Wirtschaft und Leben als gemeinsame Aufgabenstellung verständigt. Für die praktische Arbeit wurden Lenkungsgruppen und Arbeitsgemeinschaften ins Leben gerufen, für die politische Arbeit standen Klausurtagungen auf dem Plan.

Vieles wurde bisher erreicht. Regina Schröder erinnert an die Entwicklung eines eigenen Corporate Designs und eines Logos vor zwei Jahren, damit die Region nach außen als eine Einheit auftreten  und auch so wahrgenommen werden kann. 2018 folgte die gemeinsame Broschüre zum Wirtschaftsstandort, 2019 der „Aktivatlas“, der die Freizeitmöglichkeiten in der Region bündelt. Eine gemeinsame Internetseite entstand. Unter dem Namen „www.dreiecksgeschichten.de“ präsentiert sich der Städteverbund heute online. Ein Leuchtturm der Zusammenarbeit ist die Fertigstellung der „EntdeckerRouten“ – App, die in jedem App-Store kostenfrei zur Verfügung steht und alle Interessierte GPS-gesteuert auf abwechslungsreiche Touren innerhalb des Städtverbundes führt. Eine neue Radwanderkarte ist entstanden und das Forum Wasserstraßen hat seine Arbeit aufgenommen. Im Bereich der Wirtschaft hat die Arbeit an einem gemeinsamen „Geoportal“, einer gemeinsamen Gewerbeflächendatenbank, begonnen. Die Entwicklung eines interkommunalen Gewerbegebietes ist als Aufgabe für die Zukunft benannt.

CIMA-Mitarbeiterin Regina Schröder verstand es sehr gut, den Stadtvertretern die bisherige Erfolgsgeschichte „Städteverbund“ zu veranschaulichen. Für sie ist es nun Zeit, die Zusammenarbeit der drei Städte auf eine neue Basis zu stellen. Es soll eine Lösung gefunden werden, bei der die Städte gemeinsam eine nach außen gerichtete rechtliche Vertretungsbefugnis erlangen. Die Gründung eines Vereins wird von allen drei Stadtparlamenten als die ideale Einstiegslösung gesehen. Und genau hier haben die Vertreter der drei Städte jetzt echte Pionierarbeit zu leisten, gibt es doch deutschlandweit keine ähnlichen Strukturen.

Bis zur Gründung eines solchen Vereins sind noch viele offenen Fragen zu klären: In welchen Strukturen soll der künftige Verein arbeiten, wie erfolgt die Finanzierung, wie das Marketing, die Organisation? Regina Schröder verwies auf die durch die CIMA geleistete Vorarbeit, Vorschläge liegen auf dem Tisch. Nun liegt es an den Stadtparlamenten, diese Vorschläge zu diskutieren, zu konkretisieren und die Idee vom Städteverbund weiter voran zu tragen. Sylvia Wegener, Büro des Bürgermeisters, 19.09.2019